Die als Serious Game konzipierte Lernumgebung für Führungskräfte kombiniert unterhaltsames Spielerleben mit der Aneignung von Wissen. Für die Darstellung der Lerninhalte entwickelte das Projektteam ein ansprechendes Design für die Spielumgebung. Der/die Spieler/-in in der Rolle der Pflegedienstleitung befindet sich zum Spielstart im Büro des Pflegebetriebs. Da dieser ständig in Bewegung ist, kommen dem/der Spieler/in täglich Hinweise seiner/ihrer Mitarbeitenden über die aktuelle Arbeitssituation zu Ohren. Diese Hinweise verstecken sich hinter verschiedenen Objekten, die der/die Spieler/-in im Büro entdecken kann. Jedes Objekt weist auf eine bestimmte Belastung hin (z.B. Taschentücher auf die Belastung Emotionsarbeit). Wenn der/die Spieler/-in diese Objekte anklickt, öffnet sich ein konkreter Hinweis auf die Belastung, welcher z.B. als Email, Telefonanruf oder in Form eines zufällig mitangehörten Gesprächs präsentiert wird. Der/die Spieler/-in bekommt damit erste Anhaltspunkte dazu, welche arbeitsbedingten Belastungen es in seinem/ihrem Betrieb gibt. Einige dieser Hinweise (z.B. die Überlastungsanzeige eines Mitarbeitenden) können eine höhere Dringlichkeit haben als andere. Die Darstellung der Objekte ändert sich dementsprechend (immer mehr Taschentücher). Der/die Spieler/-in muss also an dieser Stelle entscheiden, auf welches Problem im Betrieb er/sie zuerst eingehen will. Ausgehend von den Hinweisen ist es die Aufgabe des/der Spielers/-in, mit Hilfe einer Analyse (wie bspw. Mitarbeitergespräch oder Dienstberatung) die Belastung zu erkennen und anschließend geeignete Maßnahmen auszuwählen.

Am 21. November 2017 fand das dritte Treffen der Fokusgruppe „Neue Ansätze des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Pflege- und Dienstleistungssektor“ in Augsburg statt. Das Ziel der Fokusgruppe ist es, den Austausch zwischen den Verbundprojekten zu fördern, Synergien zu schaffen, Ergebnisse zu bündeln und in den Förderschwerpunkt zu integrieren.

Nach einem Gastvortrag von Herrn Dr. Roman Soucek (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) sowie einem Beitrag aus dem Projekt PräFo wurden inhaltliche Zugänge eines Konzeptpapiers "Arbeit und Technik 4.0 in der professionellen Pflege“ vorgestellt und diskutiert. Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung eines Memorandums.

 

Am 13. November 2017 fand in Leipzig die Digitalkonferenz des Freistaates Sachsen statt. Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen grundlegend. Mit der ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie reagiert der Freistaat auf diese Herausforderungen und Chancen. Multiplikatoren und Experten aus allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen waren eingeladen, ihre Ideen zur Weiterentwicklung der Strategie beim "forum sachsen digital 2017" einzubringen.

Wir diskutieren am Thementisch "Arbeitsschutz 4.0" über gesundheitliche Folgen des technologischen Wandels und darüber, welche Anforderungen sich an die Gestaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutz ergeben.

Vorgestellt und diskutiert wurden zudem erste Ergebnisse des BMBF-geförderten Projektes GAP (http://gesunde-digitale-arbeit.de), ebenfalls ein Projekt im Förderschwerpunkt "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen".

Der Projektatlas „Arbeit 4.0 präventiv gestalten“ bietet einen Überblick zu den Gestaltungsfeldern des BMBF-Förderschwerpunktes „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen". Dazu stellt der Projektatlas die 30 bundesweit geförderten Verbundprojekte mit ihren Zielen, Konzepten und Methoden vor. Das Projekt Stress-Rekord ordnet sich in das Gestaltungsfeld "Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Pflegebranche" ein.

Die Projektvorstellungen liefern Ideen und Lösungsansätze für eine präventive Arbeitsgestaltung. Im Mittelpunkt stehen innovative Assistenzsysteme und smarte Technologien, die Analyse psychischer Belastungen am Arbeitsplatz sowie der Arbeits- und Gesundheitsschutz im Pflege- und Dienstleistungssektor. Angesprochen sind insbesondere Personalverantwortliche, Arbeitswissenschaftler sowie Akteure und Institutionen aus dem Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Der Projektatlas steht zum Download auf der MEgA-Plattform zur Verfügung und kann zudem als Printfassung unter info@gesundearbeit-mega.de angefordert werden.

Bei der diesjährigen A+A-Messe in Düsseldorf (17. - 20.10.2017) war der BMBF-Förderschwerpunkt "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" mit einem Stand vertreten. Gemeinsam mit anderen Projekten der Fokusgruppe 2 präsentierte sich das Projekt Stress-Rekord an der Themeninsel „Neue Ansätze des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Pflegesektor“.

Zudem hat sich das Projekt MEgA – das wissenschaftliche Begleitvorhaben des Förderschwerpunktes – vorgestellt und während der gesamten Messelaufzeit über Anforderungen eines präventiven Personal- und Gesundheitsmanagements in der digitalisierten Arbeitswelt informiert.