Das Projektteam Stress-Rekord hatte in der vergangenen Woche die Möglich-keit, mit Führungskräften im Rahmen eines Seminars ins Gespräch zu kommen. Das Führungskräfteseminar der Trägerwerk Soziale Dienste AG fand in der Akademie Rosenhof in Weimar mit 15 Teilnehmenden statt.

Das Projektteam stellte zunächst den Spieleansatz von Stress-Rekord vor und führte in das Projekt ein. Den Hauptteil des Seminars bildete die Vorstellung eines Konzeptes zur Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagementes (BGM) beim Trägerwerk Soziale Dienste wohnen plus... gGmbH. Mit Hilfe von Leitfragen wurde das BGM-Konzept anschließend im Plenum diskutiert. Im weiteren Verlauf des Tages wurde das Transferkonzept zur Implementierung des Spiels in die Pflegebranche vorgestellt und diskutiert.

Zudem konnten parallel zwei Prototyp-Testspiele mit Pflegedienstleitungen durchgeführt werden. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Workshop zur Erprobung und Testung der Benutzerfreundlichkeit der derzeitigen Anwendung.

Wir bedanken uns herzlich bei der Akademie Rosenhof für die wunderbare Organisation und Versorgung sowie bei allen Teilnehmenden!

Pünklich zur Erreichung des 1. Meilensteins fand gestern in Dresden ein Meilensteintreffen des Projektverbundes Stress-Rekord mit allen Projektpartnern sowie dem Projektträger Karlsruhe (PTKA) statt. Es wurden alle Arbeitsergebnisse der vergangenen 20 Projektmonate vorgestellt und diskutiert.

Als Meilenstein kann festgehalten werden:

  • Es liegt ein Transferkonzept zur Überführung des Serious Game in die Pflegebranche sowie zur Implementierung bei den Umsetzungspartnern vor.
  • Es liegt ein BGM-Konzept zur Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements beim Umsetzungspartner Trägerwerk Soziale Dienste wohnen plus... gGmbH vor.

Am 21. November 2017 fand das dritte Treffen der Fokusgruppe „Neue Ansätze des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Pflege- und Dienstleistungssektor“ in Augsburg statt. Das Ziel der Fokusgruppe ist es, den Austausch zwischen den Verbundprojekten zu fördern, Synergien zu schaffen, Ergebnisse zu bündeln und in den Förderschwerpunkt zu integrieren.

Nach einem Gastvortrag von Herrn Dr. Roman Soucek (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) sowie einem Beitrag aus dem Projekt PräFo wurden inhaltliche Zugänge eines Konzeptpapiers "Arbeit und Technik 4.0 in der professionellen Pflege“ vorgestellt und diskutiert. Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung eines Memorandums.

 

Am 13. November 2017 fand in Leipzig die Digitalkonferenz des Freistaates Sachsen statt. Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen grundlegend. Mit der ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie reagiert der Freistaat auf diese Herausforderungen und Chancen. Multiplikatoren und Experten aus allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen waren eingeladen, ihre Ideen zur Weiterentwicklung der Strategie beim "forum sachsen digital 2017" einzubringen.

Wir diskutieren am Thementisch "Arbeitsschutz 4.0" über gesundheitliche Folgen des technologischen Wandels und darüber, welche Anforderungen sich an die Gestaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutz ergeben.

Vorgestellt und diskutiert wurden zudem erste Ergebnisse des BMBF-geförderten Projektes GAP (http://gesunde-digitale-arbeit.de), ebenfalls ein Projekt im Förderschwerpunkt "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen".

Der Projektatlas „Arbeit 4.0 präventiv gestalten“ bietet einen Überblick zu den Gestaltungsfeldern des BMBF-Förderschwerpunktes „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen". Dazu stellt der Projektatlas die 30 bundesweit geförderten Verbundprojekte mit ihren Zielen, Konzepten und Methoden vor. Das Projekt Stress-Rekord ordnet sich in das Gestaltungsfeld "Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Pflegebranche" ein.

Die Projektvorstellungen liefern Ideen und Lösungsansätze für eine präventive Arbeitsgestaltung. Im Mittelpunkt stehen innovative Assistenzsysteme und smarte Technologien, die Analyse psychischer Belastungen am Arbeitsplatz sowie der Arbeits- und Gesundheitsschutz im Pflege- und Dienstleistungssektor. Angesprochen sind insbesondere Personalverantwortliche, Arbeitswissenschaftler sowie Akteure und Institutionen aus dem Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Der Projektatlas steht zum Download auf der MEgA-Plattform zur Verfügung und kann zudem als Printfassung unter info@gesundearbeit-mega.de angefordert werden.

Bei der diesjährigen A+A-Messe in Düsseldorf (17. - 20.10.2017) war der BMBF-Förderschwerpunkt "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" mit einem Stand vertreten. Gemeinsam mit anderen Projekten der Fokusgruppe 2 präsentierte sich das Projekt Stress-Rekord an der Themeninsel „Neue Ansätze des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Pflegesektor“.

Zudem hat sich das Projekt MEgA – das wissenschaftliche Begleitvorhaben des Förderschwerpunktes – vorgestellt und während der gesamten Messelaufzeit über Anforderungen eines präventiven Personal- und Gesundheitsmanagements in der digitalisierten Arbeitswelt informiert.

Bei der Entwicklung von Spielszenarien vereinen sich verschiedene Methoden, Werkzeuge und Workflows. Mit welchen Methoden haben wir gute Erfahrungen gemacht?

Die Spielmechanik entwickelten wir zunächst mithilfe eines sog. Moodboards. Im User-Interface-Design macht ein Moodboard die Merkmale der Benutzeroberfläche erfahrbar und erklärt Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Elementen (Seitenelemente, Navigation). Ein Moodboard lässt dabei genügend Raum für neue Ideen, die in der Konzeptionsphase hinzugefügt bzw. neu angeordnet werden können. Im späteren Projektverlauf entwickelten wir einen umfangreichen Papierprototyp, in welchem die Spielidee und -geschichte sowie die notwendigen Fachinhalte implementiert sind. Mit Hilfe der Methode des Paperprototyping testen wir fortlaufend Spiellogik, Nutzerfreundlichkeit und Verständlichkeit der Spielinhalte.

Um die Bedienbarkeit und Gebrauchstauglichkeit des Serious Games zu überprüfen, verwendeten wir verschiedene Usability-Tests, u. a. den sog. 5-Sekunden-Test. Ein gut ausgestaltetes Wireframe wird einem Probanden 5 Sekunden lang gezeigt. Dem Probanden wird anschließend die Frage gestellt: „Was haben Sie gesehen?“. Auf diese Weise erhalten wir ein Feedback über den ersten Eindruck sowie die emotionale Wirkung (Zuneigung/Ablehnung) und erfahren von dem Probanden, ob alle wichtigen Elemente erkannt (benannt) werden. Mit Hilfe der Persona-Entwicklung erhalten wir zusätzlich Auskunft über die potenzielle Nutzergruppe: „Pia“ ist eine „statistisch-erstellte“ Person, die das Spiel nutzen könnte.

Hinsichtlich der Ausgestaltung des Arbeitsprozesses empfehlen wir in eine stetige und ausführliche Dokumentation aller Spielideen, Anpassungen in der Konzeption sowie aller Scribbles („Kritzeleien“). Und vor allem: Spielen Sie selbst!

Mit Hilfe des erstellten Papierprototyps konnte das Spiel bereits hinsichtlich verschiedener Aspekte wie bspw. Spiellogik, Nutzerfreundlichkeit oder Verständlichkeit getestet werden. Im Papierprototyp sind Spielidee und -geschichte sowie die notwendigen Fachinhalte implementiert. Hierfür wurden alle wichtigen Elemente und Inhalte des Spiels (z. B. Buttons, Profile der Pflegekräfte, Ereignisse) mit Hilfe von Papier und Karteikarten umgesetzt.

Der Papierprototyp konnte nun um ein weiteres zentrales Spielelement erweitert werden: die Ressource des Pflegebetriebs. Die Ressourcen (z. B. Aufgabenvielfalt, materielle Ressourcen, Kollegenklima) werden im Spiel durch eine Pflanze symbolisiert, die kontinuierlich gepflegt werden muss, damit die Pflanze stetig wächst und nicht „austrocknet“. Bei guter Pflege kann der Spieler eine „Frucht ernten“ und diese zur weiteren Gesundheitsförderung einsetzen.

In den kommenden Wochen werden wir mit einer Gruppe von Testpersonen, welche die Rolle des Spielers/der Spielerin übernehmen, das „Spiel um die Ressourcen“ testen. Auf diese Weise kann die Spiellogik effektiv erprobt und stetig optimiert werden.

Die Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) findet in diesem Jahr unter dem Titel "Bildungsräume" in Chemnitz statt (05.-08.09.2017).

Das Projektteam von "Stress-Rekord" wird sich gemeinsam mit anderen Gamification-Projekten der TU Dresden auf der Pre-Conference im Rahmen eines 3-stündigen Workshops präsentieren.

Der Workshop "Lernst du noch oder spielst du schon? Zum Einsatz von Game Design-Elementen in der Hochschullehre" setzt sich mit den Ideen von Gamifizierung, Game Based Learning oder Serious Gaming, den Grundlagen und Merkmalen von Spielen und deren Potenzialen für das Lernen und Lehren auseinander.

Zum Programm der GMW-Jahrestagung.