Nachdem die erste Erprobung bei unserem Projektpartner TWSD abgeschlossen ist, startet der nächste Testdurchlauf bei der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Nds. Süd gGmbH in Göttingen.

Erprobt wird das Lernspiel durch Teilnehmer*innen (TN) im Rahmen des Weiter-bildungslehrgangs „Verantwortliche Pflegefachkraft“ nach § 132a SGB V und § 71 SGB XI.

Nach einem Auftaktworkshop am 18. Oktober 2018 durch das Projektteam schließt sich dann die Erprobung im Rahmen eines E-Learning-Tages (Onlinephase) am 29. Oktober 2018 an. Über das Lernmanagementsystem ILIAS erarbeiten sich die TN zunächst mittels eines Lernmoduls Grundlagen zum Betrieblichen Gesundheits-management (BGM) und schließen dieses durch einen Selbsttest zur Wissens-überprüfung ab. Danach steht die Erprobung des Lernspiels im Mittelpunkt. Diese wird durch ein Lerntagebuch in Form einer ILIAS Übung abgeschlossen. Bei Fragen bzw. technischen Problemen während der Erprobung werden die TN tutoriell unterstützt.

Mitte November wird dann ein Abschlussworkshop folgen, in dem es, neben einer Reflektion der Erprobung des Lernspiels, hauptsächlich um einen interaktiven, spielerischen Transfer der Lerninhalte aus dem Lernspiel „Stress-Rekord“ auf den eigenen Pflegebetrieb geht.

Begleitet wird die Erprobung durch eine Onlinebefragung der TN (Nullmessung bzw. Abschlussbefragung) zur Wirksamkeit des Spiels.

 

Am 4. und 5. Dezember 2018 findet die Arbeitsforschungstagung 2018 in Stuttgart statt, die einen Höhepunkt im Wissenschaftsjahr 2018 bildet und vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO ausgerichtet wird. Im „Wissenschaftsjahr 2018: Arbeitswelten der Zukunft“ geht es um Fragen, wie sich Arbeit in Zukunft verändert und welche Rolle Forschung und Wissenschaft bei der Gestaltung dieser neuen Arbeitswelten spielen.

Ziel ist es aufzuzeigen, wie der digitale Veränderungsprozess in dem Sinne beeinflusst werden kann, dass die digitale Vernetzung nicht den Menschen lenkt, sondern umgekehrt dieser die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung nutzt und gestaltet. Dabei geht es um die Auswirkungen technischer Innovationen sowie um ökonomische und soziale Einflüsse neuer Technologien. Mehr Informationen finden Sie hier.

An den beiden Konferenztagen finden jeweils acht parallel stattfindende Workshops zu übergeordneten Themenfeldern statt, in denen sich die aktuellen Förderschwerpunkte des BMBF präsentieren. Das Projekt MEgA ist in der Session „Prävention in der Arbeit 4.0“ vertreten, die aufzeigt, welchen Anforderungen Unternehmen und Beschäftigte im digitalen Wandel gegenüberstehen und wie Lösungen für die Personal- und Organisationsentwicklung aussehen können. Im Rahmen dieser Session wird "Stress-Rekord" als Good-Practice-Beispiel vorgestellt und diskutiert.

Um den Erfolg des Lernspiels zu bewerten, hat das Projektteam die Führungskräfte befragt, die das Spiel gespielt haben. Die Erprobung fand beim Projektpartner Trägerwerk Soziale Dienste wohnen plus... gGmbH (TWSD) in Legefeld statt. Die mehrstufige Befragung, wie in der Abbildung zu sehen, bestand aus einer Nullmessung mittels Fragebogen, vor Beginn des Spiels sowie einer Abschlusserhebung nach der Nutzung des Lernspiels, die sich aus einem Fragebogen und einer Gruppendiskussion zusammensetzte.

Folgende zentrale Fragestellungen bestimmten den Evaluationsprozess:

  • Wie wird das Lernspiel von Ihnen hinsichtlich Nutzerfreundlichkeit und Spielfreude bewertet?
  • Ist das Spiel und die Personal- und Kompetenzentwicklungsmaßnahme als Weiterbildungsmaßnahme erfolgreich?
  • Welche Rolle spielt gesundheitsförderliches Verhalten im Arbeitsalltag der Führungskräfte?

In der 8-wöchigen  Erprobungsphase wurden die Teilnehmenden an 2 Messzeitpunkten um Einschätzungen gebeten, wie die Abbildung verdeutlicht. Um das Nutzungserleben und die Spielfreude (Usability) zu erheben, wurde auf standardisierte Fragebögen meCUE (modular evaluation of key Components of User Experience) und GEQ (Game Experience Questionnaire) zurückgegriffen. Um die Wirksamkeit des Spiels zu untersuchen, wurden adaptierte Fragebögen eingesetzt, die Aufschluss über die Häufigkeit von und der Einstellung gegenüber gesundheitsförderlichen Führungsverhalten geben. Die Ergebnisse aus den Fragebogenerhebungen wurden anschließend im Rahmen einer Gruppendiskussion gemeinsam mit den Teilnehmenden vertiefend diskutiert.

Überraschenderweise konnten in der Nullmessung bereits sehr gute Ausgangswerte bzgl. der Belastungen der Pflegekräfte (aus Sicht der Führungskräfte), den arbeitsorganisatorischen Voraussetzungen in der pflegenden Einrichtung und zur Häufigkeit bzw. des Stellenwerts von gesundheitlichem Führungsverhalten. Nachfolgende Abbildung zeigt eine Bespielfrage zur Arbeitsorganisation bzw. –gestaltung. Überstunden müssen nur ab und zu bis selten zum Zeitpunkt der Nullmessung (vor dem Spiel) und nach Nutzung des Spiels sogar nur noch selten von den Pflegekräften in

der von der befragten Führungskraft geleiteten Einrichtung geleistet werden. Pausen können bspw. oft zum Zeitpunkt der Nullmessung und ab und zu nach Nutzung des Lernspiels eingehalten werden. Die hier festgestellte Verschlechterung nach dem Spiel wurde zum Thema in der Gruppendiskussion, die aber nur zu Teilen von den befragten Führungskräften beantwortet werden konnte. Eigene Interpretationsansätze mussten herangezogen werden. So ist denkbar, dass den Befragten, die Vielfalt der Möglichkeiten gesundheitsförderlichen Führungsverhaltens erst durch das Spiel bewusst geworden ist und im Nachgang gemerkt haben, dass sie nicht alle Potentiale ausschöpfen.

Die Einstellung zu gesundheitsförderlichem Führungsverhalten stellte sich ebenfalls recht positiv dar. Mitarbeitergespräche zu suchen, um eventuelle Belastungen der Pflegekräfte zu erkennen, sehen die befragten Führungskräfte als ein wichtiges Instrument (vor Nutzung des Spiels) und nach dem Spiel sogar als sehr wichtige Maßnahme der Gesundheitsförderung.

Die Gruppendiskussion ergab, dass die strukturellen Voraussetzungen (Patientenschlüssel und arbeitsorganisationale Bedingungen) in den teilnehmenden Einrichtungen sehr gut sind und sich auf die guten Fragebogenergebnisse auswirken, die gezeigt haben, dass der Wille und auch die Zeit für gesundheitsförderliches Führungsverhalten vorhanden ist.

Die Nutzerfreundlichkeit, im Sinne eines ansprechenden Designs und der Benutzbarkeit des Spiels, wurde positiv bewertet. Der überwiegende Teil der Teilnehmenden stimmte folgenden Aussagen zu:

  • Die Bedienung des Spiels ist verständlich.
  • Das Spiel ist kreativ gestaltet.
  • Das Design wirkt attraktiv.

Einzig an Herausforderungen und am Flow-Erlebnis mangelte es den Führungskräften. Sie fühlten sich kaum herausgefordert und konnten auch nicht so in das Spiel eintauchen, dass sie alles um sich rum vergessen hätten. Dieses Ergebnis ist dem Fakt geschuldet, dass im Rahmen der Evaluation eine erste Version des Prototypen des Spiels Einsatz fand, der in der zweiten Erprobungswelle im Oktober bereits deutlich ausgebauter sein und die Pflegekräfte mit zusätzlichen Szenarien stärker fordern wird.
Durch die Befragung und den Dialog mit den Teilnehmenden der Erprobung erhielt das Projektteam eine Reihe nützlicher Weiterentwicklungshinweise, die nun in die Optimierung des Lernspiels und der begleitenden Personalentwicklungsmaßnahme einfließen werden. Wir sind gespannt auf bestätigende oder neue interessante Ergebnisse im Rahmen des zweiten Erprobungs- und Evaluationsdurchlaufs im Oktober bei dem niedersächsischen Projektpartner „Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Süd gGmbH“.

Im Rahmen einer studentischen Mitarbeit im Projekt „Stress-Rekord“ wurden in einer Bachelorthesis die arbeitsbedingten Ressourcen von Mitarbeitenden in der ambulanten Pflege untersucht. Ziel war das Extrahieren von arbeitsbedingten Ressourcen der Mitarbeitenden in ambulanten Einrichtungen, sowie von Erhebungsinstrumenten und Stärkungsmöglichkeiten zur Anwendung durch Führungskräfte im mobilen Sektor. Grundlage bildete eine systematische Literaturrecherche, welche schließlich eine realitätsnahe Integration von Ressourcen in das Spiel ermöglichte.

Zur Untersuchung der Publikationen und zur Entwicklung der Ein- und Ausschlusskriterien wurden die Veröffentlichung von Du Prel et al. (2009) sowie die Fachbücher von Klewer (2016) und Döring und Bortz (2016) verwendet. In die Bachelorarbeit flossen am Ende 50 Veröffentlichungen ein, wobei diese aus der Projektdatenbank, sowie aus den Datenbanken Springer Link und Carelit, als auch aus dem Bibliothekskatalog der Westsächsischen Hochschule Zwickau und dem Karlsruher Virtuellen Verlag stammen.

In der folgenden Abbildung sind die herausgefilterten Ressourcen für Mitarbeitende in der ambulanten Pflege dargestellt:

Grundsätzlich ist festzustellen, dass es zur angemessenen Erkennung und Stärkung arbeitsbedingter Ressourcen an ausreichend theoretisch-methodischen Grundlagen fehlt. Dennoch konnten 16 Instrumente zur Ressourcenerkennung und acht Methoden zur Stärkung der arbeitsbedingten Ressourcen für die Anwendung in der ambulanten Pflege herauskristallisiert werden. Hier erhalten Sie eine Übersicht zu diesen Instrumenten und Methoden sowie deren Zielen.

Abschließend ist zu bemerken, dass in einer weiterführenden Untersuchung die individuellen Ressourcen von Pflegekräften genau überprüft werden sollten, sodass Führungskräfte aus der ambulanten Pflege diese ebenfalls erkennen und besser stärken können. Sowohl die Praxis als auch die Wissenschaft sollten sich vermehrt mit arbeitsbedingten Ressourcen auseinandersetzen, um dem demographischen Wandel und den damit einhergehenden Finanzierungsproblemen begegnen zu können. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Stärkung der personellen Ressource in den Pflegeeinrichtungen, sowie die Nutzung von technischen Innovationen, um die Pflegequalität gewährleisten zu können.

 

Am 3. September 2018 fand das 3. Meilensteintreffen des Projektverbundes Stress-Rekord mit allen Projektpartnern sowie dem Projektträger Karlsruhe (PTKA) statt. Das Projekt befindet sich nunmehr im 30. Projektmonat und konnte bereits einige Meilensteine erreichen sowie Arbeitspakete erfolgreich abschließen. Es wurden alle Arbeitsergebnisse der vergangenen 2,5 Jahre vorgestellt und diskutiert.

Vorgestellt wurde zum einen der Prototyp des Serious Games sowie die Ergebnisse aus der ersten Erprobung des Lernspiels beim Umsetzungspartner TWSD in Thüringen (Weimar). Zudem gab das Projektteam einen Ausblick auf die zweite Erprobungsphase, die ab Oktober in Niedersachsen (Göttingen) stattfinden wird.

Vielen Dank an das gesamte Projektteam für die wunderbare Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten und die gemeinsam erreichten Projektergebnisse, auf die wir stolz sein können!

 

Am 23. August fand der Abschlussworkshop zur Erprobung des Lernspiels „Stress-Rekord“ beim Projektpartner Trägerwerk Soziale Dienste wohnen plus... gGmbH (TWSD) in Legefeld statt.

Nach dem Start der Erprobung am 28. Juni hatten die Führungskräfte in einer 8-wöchigen „Spielphase“ Zeit, sich selbstständig mit den Lerninhalten des Lernspiels auseinanderzusetzen und die Selbstreflexionsfragen zum Spiel zu beantworten. In einem eintägigen Abschlussworkshop erfolgte nun der Transfer des Gelernten in die Praxis. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse aus den Fragebogenerhebungen (Evaluation des Lernspiels) im Rahmen einer Gruppendiskussion gemeinsam mit den Teilnehmenden vertiefend diskutiert. Durch den Dialog mit den Teilnehmenden der Erprobung erhielt das Projektteam eine Reihe nützlicher Hinweise und Anregungen, die nun in die Optimierung des Lernspiels und der begleitenden Personalentwicklungsmaßnahme einfließen werden.

Neben der Diskussions- und Feedbackrunde hatten die Teilnehmenden im Abschlussworkshop erneut die Möglichkeit auf spielerische Art und Weise aktiv zu werden. Die Transferarbeit, also die Übertragung des Gelernten auf den eigenen Pflegebetrieb, erfolgte mittels der Methode LEGO® Serious Play® (LSP). Diese ist ein moderierter Prozess, in welchem anhand konkreter Fragestellungen LEGO®-Modelle gebaut werden und anschließend von den Teilnehmenden erläutert werden (Storytelling). Angelehnt an die Inhalte des Lernspiels „Stress-Rekord“ wurden Modelle zu folgenden Fragestellungen gebaut:

  1. Welche Ressourcen gibt es in meinem Betrieb?
  2. Von welchen Belastungen sind die Pflegekräfte in meinem Betrieb betroffen?
  3. Was kann ich als Führungskraft tun, um Belastungen zu senken und die Ressourcen zu stärken?

Während diese Fragen im Lernspiel „Stress-Rekord“ anhand eines fiktiven Pflegebetriebs bearbeitet werden, diente der Transferworkshop mit LSP für die Teilnehmenden dazu, diese Fragestellungen nun bezogen auf den eigenen Pflegebetrieb zu beantworten. Die gewählte Methode bot dabei die Möglichkeit, sich kreativ mit den Fragestellungen auseinanderzusetzen und „mit den Händen zu denken“.

Nachdem die Erprobung des Lernspiels „Stress-Rekord“ am 28. Juni ihren Auftakt hatte, befinden sich die Teilnehmenden des Projektpartners Trägerwerk Soziale Dienste wohnen plus... gGmbH (TWSD) nun in der Onlinephase. Die Führungskräfte haben in dieser 8-wöchigen „Spielphase“ Zeit, sich selbstständig mit den Lerninhalten des Lernspiels auseinanderzusetzen und die Selbstreflexionsfragen zum Spiel zu beantworten.

Im Rahmen dieser Erprobung wird das Lernspiel aus seine Wirksamkeit getestet und von der Zielgruppe hinsichtlich Nutzerfreundlichkeit und Spielfreude beurteilt. Die Teilnehmenden werden an 3 Messzeitpunkten um ihre Einschätzungen gebeten. Während der ersten 4 Wochen der Onlinephase wurden zusätzlich anonyme Nutzerdaten zum Spielverhalten gesammelt. Beispielsweise wurde die Gesamtspieldauer erfasst, also wie lange ein/e Nutzer/in braucht, um das Spiel insgesamt einmal durchzuspielen. Zudem wurde erfasst wie oft die Nutzer/innen das Spiel pro Wochen spielen, zu welchen Tageszeiten sie das Spiel spielen und wie lange sie sich mit einzelnen Spielabschnitten befassen. Diese Daten sollen anschließend mit denen aus den Fragebogenerhebungen in Verbindung gebracht werden und damit einen Einblick in das Spielverhalten der Nutzer/innen ermöglichen.

Bevor am 23. August der Abschlussworkshop der Personalentwicklungsmaßnahme stattfinden wird, haben die Teilnehmenden nun in der verbleibenden Zeit der Onlinephase die Möglichkeit, Inhalte aus dem Spiel zu reflektieren. Angeregt wird dieser Prozess durch ein Lerntagebuch mit Selbstreflexionsfragen im Teilnehmerhandbuch, welches die Teilnehmenden ausfüllen.

In dem Lernspiel „Stress-Rekord“ wird der/die Spieler/in immer wieder mit neuen Ereignissen konfrontiert, wie sie im normalen Pflegealltag regelmäßig auftreten und meist auch ein Handeln der Führungskräfte in der ambulanten Pflege erfordern. Diese Ereignisse basieren auf Problemlagen und Schwierigkeiten, denen echte Pflegekräfte in ihrem Arbeitsalltag begegnen. Alle Charaktere im Lernspiel sowie deren arbeitsbedingte Belastungen wurden auf der Grundlage von anonymen Befragungen echter Pflegekräfte entwickelt.

Das Ziel für den/die Spieler/in ist dementsprechend nicht nur das Erkennen der vorliegenden Belastung eines Charakters, sondern auch die Reaktion mit passenden Maßnahmen, um der Pflegekraft „spielerisch“ bei der Lösung ihres Problems zu helfen. Der/die Spieler/in soll ein Gefühl für den Charakter bekommen, um den Stress der Pflegekräfte im Spiel so gering wie möglich zu halten. In jedem Level des Spiel tauchen neue Mitarbeiter und damit auch neue Charaktere mit anderen Belastungen auf. Damit soll der/die Spieler/in motiviert werden, sich den individuellen Problemen jeder Pflegekraft im Einzelnen zu widmen.

An dieser Stelle möchten wir einen Charakter aus Level 2 vorstellen: Ursula Hagelhans

„Ursula Hagelhans ist 55 Jahre alt. Sie ist eine geschiedene Mutter. Ihre einzige Tochter hat bereits zwei Kinder, wobei sich Ursula sehr über ihr „Oma-Sein“ freut. Vor vier Jahren hat sie in diesem Pflegedienst als Altenpflegerin angefangen, nachdem sie in der stationären Altenpflege tätig war. Sie empfindet die Krankenpflege als einen sehr facettenreichen Beruf, wobei sie besonders den Umgang mit unterschiedlichen Menschen liebt. Außerdem ist der Pflegeberuf für Ursula die Möglichkeit, der Gesellschaft etwas zurück zu geben.“

Frau Hagelhans ist sehr sorgsam in ihrer Arbeit, dennoch bereiten ihr häufige Unterbrechungen in ihrer Arbeit, welche sie nicht ignorieren kann, immer wieder Probleme. Genauso ist das Autofahren in ihrem Beruf aufgrund der langen Fahrabstinenz schwierig. Früher konnte sie die Touren entweder mit ihrem Mann oder mit dem Fahrrad bewältigen. Dies ist nun nicht mehr möglich und ihr wurde ein neuer Dienstwagen zur Verfügung gestellt, dessen Bedienung ihr äußerst schwerfällt, besonders in Gefahrensituationen.

Auf solche und weitere Probleme der im Spiel integrierten Charaktere soll der/die Spieler/in reagieren und geeignete Unterstützung für seine Pflegekräfte finden.

 

Bevor das Lernspiel „Stress-Rekord“ in die Erprobung ging, erfolgte eine Überprüfung der Lerninhalte durch externe Experten/innen aus den Bereichen Gesundheitsschutz und Prävention sowie aus der Pflege.

Im Rahmen dieser Prüfung erhielten alle Experten/innen einen aufbereiteten Spielecontent in Papierformat. Damit konnte der/die Prüfer/in anhand der Schritte, die im Spiel durchlaufen werden, die konkreten Lerninhalte nachvollziehen und bewerten. Der Content zeigt die Geschichte eines Spielcharakters sowie dessen arbeitsbedingte Belastungen und die dafür in Frage kommenden Maßnahmen, um die Belastungen und damit das Stresslevel zu senken. Mit Hilfe des Bewertungsbogens konnten die Experten/innen die Inhalte jeder einzelnen Spielszene systematisch auf ihre Qualität prüfen. Im Fokus stand dabei die Realitätsnähe und Relevanz der Inhalte. Die Maßnahmen zum Senken der Belastungen der Spielcharaktere und die dazugehörigen Beschreibungstexte wurden hinsichtlich Aktualität, Zweckmäßigkeit sowie Richtigkeit und Praxisbezug bewertet. Durch den externen Bewertungsprozess kann das Spiel realitätsnahe Situation aus dem Pflegealltag abbilden und bedarfsgerecht an die Zielgruppe angepasst werden.