Mit "Sachsen Digital" - der Digitalisierungstrategie - hat der Freistaat Sachsen 2016 einen gesellschaftlichen Dialog zur digitalen Zukunft des Landes angestoßen. Seitdem bietet das "forum sachsen digital" eine Plattform, damit sich Experten, Wissenschaftler und Multiplikatoren über Fragen der Digitalisierung austauschen können.

Beim diesjährigen Forum am 26.11.2018 wurde das Lernspiel "Stress-Rekord" im Rahmen eines Workshops zum Thema Serious Games/Gamification in der Weiterbildung und Personalarbeit vorgestellt.

Unser Beitrag über das Projekt "Stress-Rekord" als ein Anwendungsbeispiel für Serious Games for Health ist in der aktuellen Druck- sowie elektronischen Ausgabe des Schwerpunktheftes "Spielerische Ansätze als innovative Kommunikationsstrategie der Gesundheitsförderung und Prävention" im Journal "Prävention und Gesundheitsförderung" (Springer) erschienen.

Der Artikel steht elektronisch unter folgender DOI zur Verfügung.

Viel Spaß beim Lesen!

Am 4. und 5. Dezember 2018 findet die Arbeitsforschungstagung 2018 in Stuttgart statt, die einen Höhepunkt im Wissenschaftsjahr 2018 bildet und vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO ausgerichtet wird. Im „Wissenschaftsjahr 2018: Arbeitswelten der Zukunft“ geht es um Fragen, wie sich Arbeit in Zukunft verändert und welche Rolle Forschung und Wissenschaft bei der Gestaltung dieser neuen Arbeitswelten spielen.

Ziel ist es aufzuzeigen, wie der digitale Veränderungsprozess in dem Sinne beeinflusst werden kann, dass die digitale Vernetzung nicht den Menschen lenkt, sondern umgekehrt dieser die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung nutzt und gestaltet. Dabei geht es um die Auswirkungen technischer Innovationen sowie um ökonomische und soziale Einflüsse neuer Technologien. Mehr Informationen finden Sie hier.

An den beiden Konferenztagen finden jeweils acht parallel stattfindende Workshops zu übergeordneten Themenfeldern statt, in denen sich die aktuellen Förderschwerpunkte des BMBF präsentieren. Das Projekt MEgA ist in der Session „Prävention in der Arbeit 4.0“ vertreten, die aufzeigt, welchen Anforderungen Unternehmen und Beschäftigte im digitalen Wandel gegenüberstehen und wie Lösungen für die Personal- und Organisationsentwicklung aussehen können. Im Rahmen dieser Session wird "Stress-Rekord" als Good-Practice-Beispiel vorgestellt und diskutiert.

Am 3. September 2018 fand das 3. Meilensteintreffen des Projektverbundes Stress-Rekord mit allen Projektpartnern sowie dem Projektträger Karlsruhe (PTKA) statt. Das Projekt befindet sich nunmehr im 30. Projektmonat und konnte bereits einige Meilensteine erreichen sowie Arbeitspakete erfolgreich abschließen. Es wurden alle Arbeitsergebnisse der vergangenen 2,5 Jahre vorgestellt und diskutiert.

Vorgestellt wurde zum einen der Prototyp des Serious Games sowie die Ergebnisse aus der ersten Erprobung des Lernspiels beim Umsetzungspartner TWSD in Thüringen (Weimar). Zudem gab das Projektteam einen Ausblick auf die zweite Erprobungsphase, die ab Oktober in Niedersachsen (Göttingen) stattfinden wird.

Vielen Dank an das gesamte Projektteam für die wunderbare Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten und die gemeinsam erreichten Projektergebnisse, auf die wir stolz sein können!

 

Am 21. und 22. Juni 2018 fand in Heidelberg die Meilensteintagung des BMBF-Förderschwerpunktes "Arbeit 4.0 erfolgreich umsetzen - Herausforderung Praxistransfer" statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Diskussion, wie ein erfolgreicher Praxistransfer gelingen kann und welche Lösungen bestehen, um Konzepte nachhaltig zu verankern. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zeigen Erfolgsfaktoren für die Umetzung von Arbeit 4.0 auf.

In parallel stattfindenden Workshops der Verbundprojekte konnten sich die Teilnehmenden dem Thema Transfer aus verschiedenen Blickwinkeln nähern. Das "Stress-Rekord"-Team führte einen dieser Workshops durch: "Projektergebnisse spielend auf den Weg bringen! Ideenschmiede mit LEGO® Serious Play®.

Ziel des interaktiven und spielerischen Workshops war es, Lösungsansätze zu entwickeln, wie Innovationen zur gesunden Arbeit in die Praxis implementiert werden können. Mit Hilfe der Methode LEGO® Serious Play® (LSP) werden Herausforderungen des Praxistransfers analysiert sowie Ansätze für einen erfolgreichen Transfer entwickelt. LSP ist ein moderierter Prozess, in welchem das Modellieren mit LEGO®-Steinen mit ausgewählten Fragestellungen verbunden wird. Ergebnis des Workshops war die Zusammenfassung von Handlungsprinzipien eines gelungenen Transfers in die Arbeit 4.0.

Im Rahmen des Projektes wird das Lernspiel "Stress-Rekord" erprobt und evaluiert. Dabei wird nicht die finale Anwendung, sondern ein Prototyp für die Evaluation genutzt. Der Prototyp ist ein lauffähiges "Stück" des Lernspiels, d. h. das Spiel ist in seinen Spielschritten und hinsichtlich des Aufbaus der Spielmechanik komplett spielbar, enthält jedoch noch nicht alle Elemente und Feinheiten.

Beispielsweise wird das Lernspiel mit Fertigstellung der Anwendung eine "Bibliothek" beinhalten - ein Nachschlagewerk innerhalb des Spiels. In der Bibliothek können sich die Spieler/innen über aktuelle Studien zu arbeitsbedingten Belastungen von Pflegekräften sowie über betriebliche Ressourcen informieren. Diese Bibliothek wird nicht im Prototyp, sondern erst in der finalen Anwendung umgesetzt sein.

Der Prototypenbau ist eine gängige Methode in der Softwareentwicklung. Das Projektteam gelangt so schnell zu ersten Ergebnissen und erhält ein frühzeitiges Feedback der Zielgruppe. Dadurch ist es möglich, Probleme und Änderungswünsche frühzeitig zu erkennen und mit weniger Aufwand zu beheben, als es nach der kompletten Fertigstellung möglich gewesen wäre.

Das Projektteam von "Stress-Rekord" führte vom 08. bis 09.05.18 ein zweitägiges Projekttreffen in Weimar durch. Im Rahmen des Arbeitstreffens wurde u. a. die Konzeption der Evaluation finalisiert, d. h. wie erfolgt die Erprobung beim Umsetzungspartner TWSD in Thüringen sowie beim Umsetzungspartner AuL in Göttingen.

Des Weiteren wurde der aktuelle Stand des Serious Game-Prototyps inklusive der Punktevergabe im Spiel (+ Game Balancing) vorgestellt und diskutiert. Erarbeitet wurden zudem Festlegungen zum Datenschutz, die für den Einsatz des Spiels relevant sind. Es soll sichergestellt werden, dass keine personenbezogenen Daten erhoben werden.

Das Projektteam beendete das Arbeitstreffen mit einem Besuch im Thüringer Kloßmuseum sowie einem gemeinsamen Mittagessen (natürlich mit Kloßgerichten).

 

 

 

Im Juni wird der Prototyp des Lernspiels "Stress-Rekord" erstmalig erprobt. Die Erprobung findet beim Projektpartner Trägerwerk Soziale Dienste wohnen plus... in Nohra/Thüringen mit ca. 16-20 Teilnehmenden statt.

Dabei erhalten alle Teilnehmenden zunächst eine Einführung in das Lernspiel und erfahren, wie die Erprobung und Evaluation ablaufen wird. In einer 8-wöchigen Online-Phase haben die Probanden genügend Zeit, um das Lernspiel zu testen, d.h. um das Serious Game einmal durchzuspielen.

Nach der Online-Phase erfolgt in einem eintägigen Abschlussworkshop der Transfer des Gelernten in die Praxis. Die Teilnehmenden werden mithilfe verschiedener Methoden angeregt, ihr erworbenes Wissen auf eigene Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag zu übertragen. Abschließend findet eine Gruppendiskussion statt sowie eine Feedbackrunde, um die Personalentwicklungsmaßnahme insgesamt (Lernspiel + Workshops) zu bewerten.

Um sicherstellen zu können, dass die Durchführung und Evaluation der konzipierten Personalentwicklungs-maßnahme in der Praxis ohne Probleme möglich ist, wird das Projektvorhaben im Rahmen der Qualitätssicherung durch einen wissenschaftlichen Beirat begleitet bzw. unterstützt. Gestern fand die zweite Sitzung des wissenschaftlichen Beirats gemeinsam mit dem Projektteam statt. Ziel dieser Sitzung war die gemeinsame Prüfung und Diskussion der im Projektverlauf erstellten Konzepte:

  • das Konzept der Personalentwicklungsmaßnahme (die Spielphase mit dem Serious Game wird von einem Auftakt- und einem Abschlussworkshop "umrahmt")
  • das Konzept zur Evaluation dieser Personalentwicklungsmaßnahme

Für die Sitzung konnte das Projektteam Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis gewinnen, die das Vorhaben mit ihrer Expertise unterstützen. In der 2,5-stündigen Sitzung hatte das Projektteam nach einer Kurvorstellung des Vorhabens die Möglichkeit, an zwei parallelen Thementischen Feedback von den Beiratsmitgliedern einzuholen. Das Projektteam erhielt eine Reihe von Impulsen, Hinweisen und Anregungen, welche nun in die Optimierung der jeweiligen Konzepte einfließen.

Vielen herzlichen Dank an alle Expertinnen und Experten, die das Vorhaben überaus gewinnbringend unterstützt haben!