Am 21. und 22. Juni 2018 fand in Heidelberg die Meilensteintagung des BMBF-Förderschwerpunktes "Arbeit 4.0 erfolgreich umsetzen - Herausforderung Praxistransfer" statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Diskussion, wie ein erfolgreicher Praxistransfer gelingen kann und welche Lösungen bestehen, um Konzepte nachhaltig zu verankern. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zeigen Erfolgsfaktoren für die Umetzung von Arbeit 4.0 auf.

In parallel stattfindenden Workshops der Verbundprojekte konnten sich die Teilnehmenden dem Thema Transfer aus verschiedenen Blickwinkeln nähern. Das "Stress-Rekord"-Team führte einen dieser Workshops durch: "Projektergebnisse spielend auf den Weg bringen! Ideenschmiede mit LEGO® Serious Play®.

Ziel des interaktiven und spielerischen Workshops war es, Lösungsansätze zu entwickeln, wie Innovationen zur gesunden Arbeit in die Praxis implementiert werden können. Mit Hilfe der Methode LEGO® Serious Play® (LSP) werden Herausforderungen des Praxistransfers analysiert sowie Ansätze für einen erfolgreichen Transfer entwickelt. LSP ist ein moderierter Prozess, in welchem das Modellieren mit LEGO®-Steinen mit ausgewählten Fragestellungen verbunden wird. Ergebnis des Workshops war die Zusammenfassung von Handlungsprinzipien eines gelungenen Transfers in die Arbeit 4.0.

Im Rahmen des Projektes wird das Lernspiel "Stress-Rekord" erprobt und evaluiert. Dabei wird nicht die finale Anwendung, sondern ein Prototyp für die Evaluation genutzt. Der Prototyp ist ein lauffähiges "Stück" des Lernspiels, d. h. das Spiel ist in seinen Spielschritten und hinsichtlich des Aufbaus der Spielmechanik komplett spielbar, enthält jedoch noch nicht alle Elemente und Feinheiten.

Beispielsweise wird das Lernspiel mit Fertigstellung der Anwendung eine "Bibliothek" beinhalten - ein Nachschlagewerk innerhalb des Spiels. In der Bibliothek können sich die Spieler/innen über aktuelle Studien zu arbeitsbedingten Belastungen von Pflegekräften sowie über betriebliche Ressourcen informieren. Diese Bibliothek wird nicht im Prototyp, sondern erst in der finalen Anwendung umgesetzt sein.

Der Prototypenbau ist eine gängige Methode in der Softwareentwicklung. Das Projektteam gelangt so schnell zu ersten Ergebnissen und erhält ein frühzeitiges Feedback der Zielgruppe. Dadurch ist es möglich, Probleme und Änderungswünsche frühzeitig zu erkennen und mit weniger Aufwand zu beheben, als es nach der kompletten Fertigstellung möglich gewesen wäre.

Das Projektteam von "Stress-Rekord" führte vom 08. bis 09.05.18 ein zweitägiges Projekttreffen in Weimar durch. Im Rahmen des Arbeitstreffens wurde u. a. die Konzeption der Evaluation finalisiert, d. h. wie erfolgt die Erprobung beim Umsetzungspartner TWSD in Thüringen sowie beim Umsetzungspartner AuL in Göttingen.

Des Weiteren wurde der aktuelle Stand des Serious Game-Prototyps inklusive der Punktevergabe im Spiel (+ Game Balancing) vorgestellt und diskutiert. Erarbeitet wurden zudem Festlegungen zum Datenschutz, die für den Einsatz des Spiels relevant sind. Es soll sichergestellt werden, dass keine personenbezogenen Daten erhoben werden.

Das Projektteam beendete das Arbeitstreffen mit einem Besuch im Thüringer Kloßmuseum sowie einem gemeinsamen Mittagessen (natürlich mit Kloßgerichten).

 

 

 

Im Juni wird der Prototyp des Lernspiels "Stress-Rekord" erstmalig erprobt. Die Erprobung findet beim Projektpartner Trägerwerk Soziale Dienste wohnen plus... in Nohra/Thüringen mit ca. 16-20 Teilnehmenden statt.

Dabei erhalten alle Teilnehmenden zunächst eine Einführung in das Lernspiel und erfahren, wie die Erprobung und Evaluation ablaufen wird. In einer 8-wöchigen Online-Phase haben die Probanden genügend Zeit, um das Lernspiel zu testen, d.h. um das Serious Game einmal durchzuspielen.

Nach der Online-Phase erfolgt in einem eintägigen Abschlussworkshop der Transfer des Gelernten in die Praxis. Die Teilnehmenden werden mithilfe verschiedener Methoden angeregt, ihr erworbenes Wissen auf eigene Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag zu übertragen. Abschließend findet eine Gruppendiskussion statt sowie eine Feedbackrunde, um die Personalentwicklungsmaßnahme insgesamt (Lernspiel + Workshops) zu bewerten.

Um sicherstellen zu können, dass die Durchführung und Evaluation der konzipierten Personalentwicklungs-maßnahme in der Praxis ohne Probleme möglich ist, wird das Projektvorhaben im Rahmen der Qualitätssicherung durch einen wissenschaftlichen Beirat begleitet bzw. unterstützt. Gestern fand die zweite Sitzung des wissenschaftlichen Beirats gemeinsam mit dem Projektteam statt. Ziel dieser Sitzung war die gemeinsame Prüfung und Diskussion der im Projektverlauf erstellten Konzepte:

  • das Konzept der Personalentwicklungsmaßnahme (die Spielphase mit dem Serious Game wird von einem Auftakt- und einem Abschlussworkshop "umrahmt")
  • das Konzept zur Evaluation dieser Personalentwicklungsmaßnahme

Für die Sitzung konnte das Projektteam Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis gewinnen, die das Vorhaben mit ihrer Expertise unterstützen. In der 2,5-stündigen Sitzung hatte das Projektteam nach einer Kurvorstellung des Vorhabens die Möglichkeit, an zwei parallelen Thementischen Feedback von den Beiratsmitgliedern einzuholen. Das Projektteam erhielt eine Reihe von Impulsen, Hinweisen und Anregungen, welche nun in die Optimierung der jeweiligen Konzepte einfließen.

Vielen herzlichen Dank an alle Expertinnen und Experten, die das Vorhaben überaus gewinnbringend unterstützt haben!

Das Projekt Stress-Rekord stellte sich mit einem Vortrag auf der Game Based Learning Conference in Dresden vor. Die Veranstaltung fand am 08. und 09. März 2018 statt und wurde durch Wissenschaftler, Kreative und Bildungspraktiker der Akademie für berufliche Bildung (AfBB), der Technischen Universität Dresden (Medienzentrum) sowie der Fachhochschule Dresden (FHD) organisiert.

​Das Programm der Tagung richtete sich insbesondere an Lehrende aus der akademischen und beruflichen Bildung. Fachvorträge und Workshops von/mit nationalen und internationalen Experten der Wissenschaft, Bildungs- und Kreativbranche lieferten Einblicke in die Themen Game Based Learning, Gamification oder Serious Games.

Thema des Vortrages waren die in Stress-Rekord eingesetzten Methoden zur Entwicklung von Spielszenarien in der Analyse- und Konzeptionsphase von Serious Games.

Am 05.02. lud die UAG „Gesundheitliche Versorgung“ Leipzig das Stress-Rekord-Team erneut zur Präsentation des aktuellen Projektstandes ein. Vertreten waren neben der Leiterin der UAG auch die Pflegekoordinatorin Leipzig, sowie weitere Vertreterinnen der IKK Classik und der AOK Pflegeberatung. In der Präsentation konnten erste Spielszenarien und die Spielumgebung gezeigt werden.

Die anschließende Diskussion warf wichtige Aspekte und Fragen auf, welche wir in die finale Spielkonzeption einfließen lassen möchten bzw. in die Öffentlichkeitsarbeit, um den Zugang zum Spiel einfacher zu machen. So gilt es zu bedenken, dass die Sensibilisierung einer Führungskraft für Prävention und Gesundheitsförderung erleichtert wird, wenn die Führungskraft bereits positiv gegenüber dem Thema BGM eingestellt ist. So kann vermutet werden, dass eine Pflegedienstleitung das Spiel eher spielen würde, wenn sie bereits für gesundheitsförderliche Maßnahmen sensibilisiert ist.

Des Weiteren wünschten sich die Anwesenden eine Chatfunktion direkt im Spiel, um einerseits im Spielverlauf Erfahrungen auszutauschen sowie in der Pflegepraxis davon profitieren zu können. So könne der Spieler/die Spielerin auch im Realen bei einer Maßnahmenumsetzung in seinem/ihrem eigenen Pflegebetrieb unterstützt werden. Zum anderen wurde vorgeschlagen, bereits im Spiel direkte Verweise auf z. B. Praxisleitfäden, Leitlinien oder Ähnliches zu geben, um direkt die Möglichkeit auf Hilfe von Außen anzugeben.

Unter dem Motto „Arbeit 4.0 erfolgreich umsetzen – Herausforderung Praxistransfer“ wird am 21. und 22. Juni 2018 die Meilensteintagung des BMBF-Förderschwerpunktes „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen“ stattfinden. Auf der diesjährigen Meilensteintagung haben die Projekte selbst die Möglichkeit, Workshops einzureichen und auszugestalten.

Das Team Stress-Rekord wird in diesem Jahr einen Workshop ausrichten, in welchem Lösungsansätze für einen gelungenen Praxistransfer interaktiv und spielerisch erarbeitet werden. Mit Hilfe der Methode LEGO® Serious Play® werden Herausforderungen des Praxistransfers analysiert sowie Ansätze für einen erfolgreichen Transfer entwickelt. LEGO® Serious Play® ist ein moderierter Prozess, in welchem das Modellieren mit LEGO®-Steinen mit ausgewählten Fragestellungen verbunden wird. Ergebnis des Workshops ist die Zusammenfassung von Handlungsprinzipien eines gelungenen Transfers in die Arbeit 4.0.

Das Projektteam Stress-Rekord hatte in der vergangenen Woche die Möglich-keit, mit Führungskräften im Rahmen eines Seminars ins Gespräch zu kommen. Das Führungskräfteseminar der Trägerwerk Soziale Dienste AG fand in der Akademie Rosenhof in Weimar mit 15 Teilnehmenden statt.

Das Projektteam stellte zunächst den Spieleansatz von Stress-Rekord vor und führte in das Projekt ein. Den Hauptteil des Seminars bildete die Vorstellung eines Konzeptes zur Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagementes (BGM) beim Trägerwerk Soziale Dienste wohnen plus... gGmbH. Mit Hilfe von Leitfragen wurde das BGM-Konzept anschließend im Plenum diskutiert. Im weiteren Verlauf des Tages wurde das Transferkonzept zur Implementierung des Spiels in die Pflegebranche vorgestellt und diskutiert.

Zudem konnten parallel zwei Prototyp-Testspiele mit Pflegedienstleitungen durchgeführt werden. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Workshop zur Erprobung und Testung der Benutzerfreundlichkeit der derzeitigen Anwendung.

Wir bedanken uns herzlich bei der Akademie Rosenhof für die wunderbare Organisation und Versorgung sowie bei allen Teilnehmenden!