Seit Ende April unterstütze ich Nadine Lange (SLfG) und das Projektteam von „Stress-Rekord“ als studentische Praktikantin bei der Entwicklung eines „Serious Game for Health“. Dieses wird als Führungskräftefortbildung für den Bereich der ambulanten Pflege konzipiert und ab März 2019 kostenlos für mobile und stationäre Endgeräte zur Verfügung stehen. Damit ist Stress-Rekord, als eine gesundheitsfördernde App, eine interessante Innovation für die Weiterbildung von Führungskräften im Gesundheitssektor.

Während meines Praktikums übernehme ich Aufgaben der Contentausarbeitung, zum einen in Bezug auf die Entwicklung von Spielcharakteren, zum anderen im Bereich der Bibliothekserstellung. Die Bibliothek dient dem Spieler als Plattform, um wissenschaftlich fundierte Informationen zu den Belastungen seiner, im Spiel zu betreuenden, Mitarbeitenden abrufen zu können.

Die Arbeit bei Stress-Rekord ist abwechslungsreich und gibt mir die Möglichkeit, weitere Erfahrungen bezüglich betrieblicher Gesundheitsförderung zu sammeln. Ich konnte neue Ideen in die Konzipierung des Spiels einbringen und selbst einmal den Papier-Prototypen testen. Zudem begleite ich Frau Lange zu verschiedenen landesweiten Veranstaltungen, um dort Stress-Rekord vorzustellen und den Pflegedienstleitungen sowie der Führungsebene unser Serious Game for Health näher zu bringen.

Da sowohl das Team und die Betreuung sehr gut, als auch die Projektthematik aktuell und spannend sind, werde ich Frau Lange und das Projekt Stress-Rekord nach meinem Praktikum als studentische Hilfskraft weiterhin unterstützen. Außerdem schreibe ich in Zusammenarbeit mit dem Projektteam und der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. meine Bachelorthesis. Ich freue mich sehr darauf zu erfahren, wie sich das Spiel weiterentwickelt und am Ende bei den Pflegediensten appliziert wird.

Elena Dumont

Ein wichtiger Bestandteil der Realisierung des Serious Games stellt die Erstellung der Lerninhalte, des sog. Contents dar. Mit diesem Arbeitsschritt befasst sich das Projektteam bereits seit einiger Zeit. Aktuell liegt der Fokus der Arbeit auf der Entwicklung der Charaktere, welche in der Anwendung die virtuellen Angestellten des Spielers oder der Spielerin repräsentieren. Um diese so realitätsnah wie möglich zu konzipieren, entstanden sie auf Basis einer Befragung von Pflegekräften mittels Fragebogen. Ausgehend davon wurden im nächsten Schritt persönliche Profile der virtuellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstellt, welche neben dem Namen, dem Geburtsjahr, der Dauer der Betriebszugehörigkeit, Qualifikationen und bisherigen Tätigkeiten auch die individuellen Belastungen beinhalten, denen dieser Charakter im Spiel ausgesetzt ist. Diese Belastungen (z.B. Umgang mit Kollegen, Emotionsarbeit usw.) müssen in den jeweiligen Handlungsszenarien vom Spieler erkannt und durch die Auswahl einer passenden Maßnahme reduziert werden.

Neben dieser Form der Wissensaneignung wird darüber hinaus eine Bibliothek erstellt, die Studienbefunde, Zahlen und Fakten zu einer Reihe von berufsbedingten Belastungen und deren Folgen enthält. Die Bibliothek ermöglicht dem Spieler oder der Spielerin, sich theoretisch mit arbeitsbedingten Belastungen auseinander zu setzen bzw. Informationen nachzulesen. Dies verspricht einen erfolgreichen Lerntransfer und damit einhergehend eine Sensibilisierung für gesundheitliche Herausforderungen im Arbeitsalltag der Pflegekräfte.

Um frühzeitig ein erstes Spielerleben zu ermöglichen und konkrete Spielszenarien zu testen, hat das Projektteam in den letzten Wochen einen Papierprototyp entwickelt und diesen bereits mit einigen Testspielern/innen erfolgreich erprobt. Im Papierprototyp wurden das didaktische Konzept (inklusive Spielidee und -geschichte) sowie die notwendigen Fachinhalte implementiert. Es wurden alle wichtigen Elemente und Inhalte des Spiels (z.B. Buttons, Profile der Pflegekräfte, Ereignisse), die zur Erfüllung und Darstellung bestimmter Aufgaben notwendig sind, auf Papier skizziert. Der Bildschirmaufbau sowie Elemente der Benutzeroberfläche des Spiels wurden mittels freibeweglicher Papierkarten simuliert.

Mit Hilfe dieses Prototyps konnte das Spiel bereits hinsichtlich verschiedener Aspekte wie bspw. Nutzerfreundlichkeit oder Verständlichkeit getestet werden. Eine Gruppe von Testpersonen wurde gebeten, die Rolle des/der Spielers/Spielerin zu übernehmen und die im Spiel gestellten Aufgaben zu bearbeiten. Mitglieder des Projektteams übernahmen hierfür die Rolle des „menschlichen Computers“. Dieser sorgte dafür, dass die Spielinhalte jeweils verschoben oder sichtbar gemacht werden, so dass der Testspieler den Eindruck hat, er/sie spiele an einem echten Computer. Die Testpersonen wurden bei jedem Durchlauf gebeten, ihre Handlungen zu kommentieren sowie „laut zu denken“. Durch die Rückmeldungen der Testspieler/innen konnten Ablauf, Darstellungen sowie Steuerungselemente des Spiels bisher stetig angepasst und verbessert werden. Die Entwicklung des Serious Games erfolgt somit in einem iterativen Prozess. Der Papierprototyp wird das Projektteam weiterhin in der gesamten Phase der Spielentwicklung begleiten und für die Weiterentwicklung sowie die Erprobung verschiedenster Testszenarien herangezogen werden.

Die Broschüre, in der thematische Schwerpunkte der Verbundprojekte aus dem BMBF Förderschwerpunkt "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" vorgestellt werden, ist nun auch als E-Book erhältlich.

Auch das Projekt Stress-Rekord stellt sich im Beitrag "Serious Game-basierte Lernumgebung für Führungskräfte im Pflegebereich" vor.

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Am 17. Mai 2017 durften wir einen Thementisch auf dem Fachtag „Betriebliche Gesundheit in der Pflege“ betreuen und unser Projekt „ Stress Rekord“ vorstellen. Der Fachtag „Betriebliche Gesundheit in der Pflege“ wurde vom Pflegenetzwerk Vogtlandkreis im Landratsamt Vogtlandkreis ausgerichtet. Unterstützt wurde diese Veranstaltung von der regionalen Servicestelle Betriebliche Gesundheit Vogtland, der DPFA Akademikergruppe und dem Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Auerbach/Vogtland e.V.. Der Fachtag beinhaltete interessante Referate, spannende Thementische und wer wollte, konnte mit einem Alterssimulationsanzug experimentieren.

Das „Stress-Rekord“-Team betreute einen Thementisch und konnten so mit den Teilnehmenden direkt über das Serious Game in der Pflege diskutieren. Es wurden drei Gruppen gebildet, die jeweils 25 Minuten eine Themeninsel besuchten. Die Teilnehmenden der Veranstaltungen setzten sich sowohl aus Pflegefachkräften als auch aus Pflegedienstleiter*innen und Leiter*innen von Berufsfachschulen der Altenpflege zusammen.

Zu Beginn jeder Themenrunde stellten wir unser Projekt kurz vor, so dass alle Teilnehmer*innen ein Verständnis für unser Vorhaben entwickeln konnten. Durch die Diskussion erhielten wir wertvolle Hinweise, um unser Lernspiel noch realitätsnaher und attraktiver zu gestalten. Besonders erwähnenswert ist der Aspekt des Rollentausches, den die Teilnehmenden fortlaufend betonten. Gemeint war das Hineindenken von Führungskräften in die Rolle einer Pflegefachkraft und anders herum.

Zusammenfassend können wir schlussfolgern, dass wir sehr gute Anregungen und Ideen aus dieser Veranstaltung mitgenommen haben und diese in die weitere Konzipierung des Serious Games einfließen lassen werden. Die Thementische gaben uns Gelegenheit neue Kontakte zu knüpfen und die Möglichkeit interessierte Teilnehmer*innen für die Erprobungsphase unseres Lernspiels zu gewinnen

Im Rahmen des AP 7 arbeitet der Praxispartner TWSD wohnen plus…gGmbH derzeit an der Konzeption eines integrierten betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Um den Anforderungen an ein umfassendes BGM trotz der Besonderheiten im sozialen Dienstleistungssektor (z. B. die dezentrale Organisation) gerecht werden zu können, führen wir derzeit Mitarbeiterbefragungen zur Bedarfsermittlung in den einzelnen ambulanten Pflegediensten und den stationären Pflegeeinrichtungen in Thüringen sowie im Vogtland durch. Hierbei wird mit Hilfe von Fragebögen die Zufriedenheit der Mitarbeitenden sowie deren Situation im Arbeitsalltag ermittelt, um aus den gewonnenen Daten mögliche Strategien und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Arbeitssituation abzuleiten. Ein weiterer Teilbereich der Befragung nimmt den Gesundheitszustand der Pflegenden in den Fokus. An der beispielhaften Darstellung der Umfrageergebnisse aus einer der befragten Einrichtungen wird deutlich, welchen psychischen und physischen Belastungen die Pflegenden Tag für Tag ausgesetzt sind.

Aufgrund unserer wissenschaftlichen Voruntersuchung sind wir von den Ergebnissen zwar nicht überrascht, jedoch führen sie uns wieder vor Augen, wie wichtig die Gesunderhaltung der Mitarbeitenden ist und motiviert unser Projektteam weiterhin mit vollem Einsatz für die gesunde Arbeit beruflich Pflegender zu forschen, um letztlich auch die Versorgung unserer Pflegebedürftigen sicher zu stellen.

Vom 25. - 27. April fand die diesjährige Altenpflegemesse in Nürnberg statt. Auch wir gehörten zu den insgesamt 28.000 Besuchern.

Drei Tage stellten 660 Aussteller zukunftsweisende Innovationen sowie Dienstleistungen aus der Pflegebranche vor. Das Angebot der vier Messehallen umfasste die Bereiche Pflege & Betreuung, Wohnen & Quartier, Verpflegung & Hauswirtschaft sowie Arbeitswelten & Prozesse.

Wir konzentrierten uns hauptsächlich auf Halle 4 mit dem Schwerpunkt "Beruf und Bildung". Dort stellten wir unser Projekt bei Verbänden und Einrichtungen aus dem Bereich Aus-, Fort- und Weiterbildung vor und sind auf interessierte Zuhörer*innen gestoßen. Die Gespräche gaben uns Gelegenheit neue Kontakte zu knüpfen und die Möglichkeit interessierte Teilnehmer*innen für die Erprobungsphase unseres Lernspiels zu gewinnen.

Die nächste Altenpflegemesse findet turnusmäßig vom 06. - 08.März 2018 wieder in Hannover statt und steht unter dem Motto: "Netzwerk Zukunft - Mensch.Technik.Pflege"

Ich bin Schülerin des Gymnasium Dresden Plauen und durfte im Zeitraum vom 24. April bis 5. Mai 2017 mein Praktikum am Medienzentrum der TU Dresden verbringen.

In der ersten Woche habe ich das digitale Lehren und Lernen kennengelernt, was ich sehr interessant fand. Dabei habe ich zum Beispiel gelernt, was ein Papierprototyp ist und wofür dieser eigentlich da ist und durfte diesen auch miterstellen. Aufgrund der sehr freundlichen Mitarbeiter und Betreuer hatte ich umso mehr Spaß, gemeinsam mit ihnen an diesem Prototyp zu arbeiten.

In der zweiten Woche durfte ich einiges zu Mediendesign und -gestaltung erfahren, zum Beispiel habe ich mit verschiedenen Designprogrammen gearbeitet und erfahren, wie bestimmte Aufgaben in der Abteilung erfüllt werden. Am meisten hat mir das Fotoshooting gefallen, bei der ich eine Pflegekraft in typischer Bekleidung (Kassak) mit verschieden Gesichtsausdrücken, Gesten und Körperhaltungen für die Spielfiguren darstellen durfte. Dabei hatte ich sehr viel Spaß und Freude. 

Während meiner Praktikumszeit habe ich sehr viel kennengelernt (das Arbeitsklima, den Beruf und die Arbeitsweise), was mir sehr viel geholfen und auch Spaß gemacht hat und was ich jeder Zeit wiederholen würde. Ich hatte während meiner Zeit hier sehr viel Freude und finde es sehr schade, dass diese Zeit schon vorbei ist.

Viktoria

Am 07. April 2017 fand das zweite Fokusgruppentreffen der Fokusgruppe 2 „Neue Ansätze des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Pflege- und Dienstleistungssektor“ in Bonn statt.

Die Fokusgruppe 2 des Förderschwerpunktes befasst sich sowohl mit einer nachhaltigen Personalentwicklung und Gesundheitsförderung als auch mit einer präventiven Arbeitsgestaltung für Pflegepersonal und Führungskräfte. Das Ziel der Fokusgruppe ist es, den Austausch zwischen den Verbundprojekten zu fördern, Synergien zu schaffen, Ergebnisse zu bündeln und in den Förderschwerpunkt zu integrieren.

Nach einem Rückblick auf die gemeinsam als Fokusgruppe erarbeitete Broschüre als Zusammenstellung der inhaltlichen Schwerpunkte aus den Verbundprojekten wurden inhaltliche Zugänge zum Thema „Arbeit 4.0 in der Pflege“ vorgestellt und diskutiert.

Weitere Informationen zur Fokusgruppen finden Sie hier.